Guaifenesin

Neue Erkenntnisse über Fibromyalgie

Über die Neuropsychologie sind viele neue Erkenntnisse dazugekommen. Schmerz wird längst nicht mehr als Einbildung angesehen, sondern als real verstanden. 

In Gehirnscans kann man sehen, dass chronische Schmerzen in den gleichen Arealen verarbeitet werden wie sichtbare körperliche Verletzungen. 

Hinzu kommen neuere Erkenntnisse über genetische und biochemische Abläufe, die alle ein neues Bild über die Erkrankung ergeben. 

So weiß man inzwischen, dass Fibromyalgieerkrankte eine gestörte Mitochondrientätigkeit haben. 

Mitochondrien sind winzige Bestandteile einer jeden Zelle. Sie sind verantwortlich für die Energieversorgung in unserem Körper. Wenn sie nicht richtig arbeiten, dann fehlt es uns an Kraft und Energie für alles. Arbeiten die Zellen nicht richtig, wird Nahrung, die wir zu uns nehmen, nicht richtig verstoffwechselt und es fehlt dem Körper an wichtigen Substanzen, um gesund zu funktionieren. 

Die Folge sind Erschöpfung, nicht erholsamer Schlaf, Abnehmen funktioniert nicht, Lebensmittelunverträglichkeiten, häufige Erkältungen und nicht zuletzt Schmerzen in den Muskeln und Sehnen.

Der Körper kann einfach nicht mehr reibungslos arbeiten

«Energiemangelerkrankung wäre die passendere Bezeichnung.» Diese Feststellung machte Dr. St. Amand, der seit 60 Jahren die Fibromyalgie erforscht. 

Seine Theorie wird in den letzten Jahren zunehmend von Forschungsergebnissen aus der ganzen Welt gestützt. 

Man hat genetische Veränderungen gefunden und veränderte Proteine, die auf eine Fibromyalgie hinweisen. Derzeit wird an Bluttests gearbeitet, die die nächsten Jahre auf den Markt kommen werden.

Gestörter Energiestoffwechsel ist die Ursache von Fibromyalgie

Über seine Erfahrung mit Fibromyalgie entwickelte Dr. St. Amand die Theorie, dass im Zellstoffwechsel folgendes Problem entsteht: Es bleiben zu viele Phosphate in den Zellen.

Eigentlich werden sie im Energiestoffwechsel in die Zellen hinein geschleust, wo zusammen mit Kalzium aus ATP Energie entsteht. Dann muss das Phosphat wieder aus den Zellen hinaus. Aber das ist bei Fibromyalgieerkrankten nicht der Fall. In den Zellen häufen sich dadurch immer mehr Phosphate an, die Zellfunktion kommt nicht zur Ruhe, denn die Zelle will die überschüssigen Phosphate unbedingt loswerden, ja sie muss sie eigentlich loswerden, um gesund funktionieren zu können.

Ein genetischer Nierendefekt führt aber dazu, dass die Phosphate nicht ausgeschieden werden können. So verbleiben sie im Körper, aber nicht im Blut, dort kann man sie nicht messen. Sie werden zurückgeschickt, zuerst in Knochen, Sehnen, Bänder, dann in Muskeln, wo die Ablagerungen mit Zellwasser umgeben werden. Diese Schwellungen kann man sogar ertasten.

Physiotherapeuten können sie fühlen, wissen aber in der Regel nicht, dass es sich um typische Verhärtungen und Schwellungen bei Fibromyalgie handelt.

Eine Physiotherapeutin sagte mir, dass sie sich bei manchen Patientinnen wunderte, was das für Schwellungen sind, die sich nicht wegmassieren lassen, sondern sogar mehr Schmerzen verursachen, wenn man darauf drückt.

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